Die Koordinationsstelle auf Hofreportagenbesuch

Biodiversität haben sich Bert Krämer und seine Frau Elke Inden-Krämer, Betriebsleiter des Demonstrationsbetriebs Bölingen in Rheinland-Pfalz, aus Leidenschaft auf die Fahne geschrieben. Um Informationen für die kommende demoSPEZIAL-Ausgabe der „Bio-live-erleben!“-Hofreportage zu sammeln, besuchte die Koordinationsstelle den Bio Hof Bölingen, interviewte die Betriebsleitung, besichtigte Hof und Obstplantagen und durfte die Vielfalt dort mit allen Sinnen erleben. Vielfalt findet sich nicht nur bei den über 30 Apfelsorten des Biohofs, sondern auch dort, wo diese wachsen. 15 Kilometer Blühstreifen aus verschiedenen Saatgutmischungen sorgen auf den 13 Hektar Anbaufläche für eine riesige Pflanzenvielfalt, die eine ebenso große Vielfalt an Nützlingen beherbergt und kulinarisch versorgt. Aber auch diverse Vogel- und Wildbienenarten bekommen dort Wohnraum zur Verfügung gestellt, der rege genutzt wird und das Ökosystem „Apfelplantage“ durch seine Bewohner abrundet.

Dass nützliche Blühstreifen nicht immer bunt sein müssen, beweist ein Blick zwischen die Apfelbaumreihen. Was für das ungeübte Auge auf den ersten Blick wie Unkraut aussieht, ist in Wahrheit ein Paradies für die verschiedensten Arten von Bienen, Schmetterlingen und diversen anderen Insekten. Aber nicht nur die Insekten profitieren von der Blütenvielfalt auf den Feldern des Biolandbetriebs, sondern auch Bert Krämer und seine Obstbäume – denn ohne Bestäuber keine Früchte. Mit dieser nachahmenswerten und rentablen Maßnahme begeistert der Bio Hof Bölingen auch im Rahmen der Gemeinschaftsaktion der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau Jede Blüte zählt! Besucherinnen und Besucher bei zahlreichen Veranstaltungen. Außerdem bekamen wir Einblicke in viele ausgeklügelte Methoden des Biohofs wie den Sonnenbrandschutz von Äpfeln, das Mulchen der Blüh- und Grünstreifen zwischen den Baumreihen sowie Techniken zur Ertragsregulierung.

Zu den Besonderheiten des Hofes gehört auch die Möglichkeit, eine Patenschaft für einen Apfelbaum zu übernehmen. Exklusive Infos über die Pflege und Entwicklung der Bäume und Äpfel, ein Besuch in der Blütezeit, eigenhändiges Ernten des gesamten Ertrags von mindestens 10 Kilogramm und viele weitere Vorteile bekommt man schon für 45 Euro im ersten Jahr. Das Folgejahr kostet 42 Euro und ab dem dritten Jahr bezahlt man für seine Baumpatenschaft nur noch 40 Euro. Eine Baumpatenschaft ist auch ein attraktives und außergewöhnliches Geschenk bei großen und kleinen Apfelliebhabern und einfach über die Homepage des Hofs zu bestellen. Zur Auswahl stehen die süße Sorte Gala, der säuerliche Topaz und der süßsäuerliche Allergikerapfel Elise, auf den Bert Krämer besonders stolz ist. Durch die dauerhaft geringe Allergenkonzentration, die bei anderen Apfelsorten während der Lagerung schwankt, wird er von Apfelallergikern mit weit verbreiteten Kreuzallergien oft gut vertragen.

Die kommende Hofreportage hält zahlreiche Informationen und Details über die Vielfalt des Bio Hofs Bölingen bereit, wie dieser sich für Biodiversität einsetzt, die Blühstreifen angelegt und gepflegt werden und welche enormen Vorteile sie auf den Obstplantagen bieten.

Share This