Die Natur für sich arbeiten lassen

Erhalten der Vielfalt – für die Natur und den Gaumen

Hans Pfeffer ist Biobauer mit viel Leidenschaft und noch mehr Geduld. Seit 1992 widmet er sich auf seinem Demonstrations- und Bioland-Betrieb Bannmühle in Odernheim am Glan dem Obstbau und der Rinderzucht. Zwei Bereiche, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, doch nicht bei Hans Pfeffer. Denn er versucht die Natur für sich arbeiten zu lassen. So lässt er beispielsweise seine Glanrinder, eine vom Aussterben bedrohte alte Rasse, auf den Wiesen seiner Obstplantage weiden. Die Tiere bekommen nicht nur den Trester – die Reste der Apfelsaftproduktion – zu fressen, sie halten auch das Gras kurz. Der Biobauer spart so Zeit und Kosten für das Mähen. Außerdem produzieren die Rinder einen Mist, der sich hervorragend als Dünger für die Bäume eignet. „Dadurch sind die Obstbäume vitaler und wurden in den letzten Jahren kaum von Pilzkrankheiten befallen“, erklärt Biobauer Pfeffer.
Nicht nur die seltenen Glanrinder lässt er für sich arbeiten. Als Obstbauer weiß er, wie wichtig Honig- und Wildbienen für die Bestäubung seiner Obstbäume sind. Deshalb hat er zwischen den Obstbaumreihen Blühstreifen angelegt, die Bestäuberinsekten auch dann Nahrung bieten, wenn die Obstblüte vorbei ist. Die Blühstreifen werden aber nicht nur von Bienen besucht, sondern auch von vielen Insektenfressern, die wiederum Schädlinge in der Obstanlage dezimieren. Das ist sehr wichtig, denn der Obstanbau ist das wirtschaftliche Standbein des Betriebs. Auf elf Hektar, das entspricht rund 22 Fußballfeldern, baut Hans Pfeffer Äpfel, Quitten, Birnen, Holunder, Johannisbeeren sowie Sauer- und Süßkirschen an. Das Obst vermarktet er als Tafelobst oder er verarbeitet es in der eigenen Kelterei zu Saft. 200.000 Liter produziert er jedes Jahr. Apfel-Quitte, Apfel-Holunder oder Pfälzer Apfel-Cidre sind nur drei von insgesamt 20 Sorten, die er im Verkauf hat. Als Winzersohn verfüllt Hans Pfeffer seinen Obstsaft nicht einfach so, er testet jedes Jahr aufs Neue, die geschmacklich beste Mischung. „Wir machen das wie Winzer, die ihren Wein 27 Mal probieren, bis sie sagen – jetzt ist er richtig“, so Pfeffer. Für den Landwirt ist es immer wieder eine große Freude, Lebensmittel mit solcher Geschmacksvielfalt herzustellen.
Obstanbau, karge Wiesen und alte Rinderrassen, die keine Bestleistung vollbringen – die Bewirtschaftung der Bannmühle ist kein Rezept für Reichtum, sondern für viel Arbeit, die aber wunderschön ist, wie Hans Pfeffer gesteht. Um sein Betriebs-Konzept finanziell abzusichern, beliefert er regionale Bioläden und betreibt auch selbst einen eigenen Hofladen, in dem er nicht nur Obst, Säfte und das Fleisch der Glanrinder anbietet, sondern ein komplettes Vollsortiment an Biolebensmitteln. Zudem hat Pfeffer Tipis aufstellen lassen, Gästezimmer eingerichtet und betreibt ein Seminar- und Tagungshaus. So kommen viele Menschen auf die Bannmühle, um einfach mal abzuschalten und die Schönheiten des Hofes und der Natur zu genießen. Hier geht’s zum Video über den Hof
Bioland-Hof Bannmühle Hans Pfeffer Staudernheimerstraße 1 55571 Odernheim Telefon: 06755 / 10 53 E-Mail: info@bannmuehle.de Internet: www.bannmuehle.de Betriebsportrait auf oekolandbau.de Sie suchen einen Ansprechpartner für ein anderes Thema? Nehmen Sie Kontakt auf! Gerne finden wir für Sie geeignete O-Ton-Geber, Protagonisten und Experten aus über 240 ökologischen Vorzeigehöfe in ganz Deutschland heraus. Impressum:  Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau c/o m&p: public relations GmbH Joseph-Schumpeter-Allee 23, 53227 Bonn Ansprechpartner: Sarah Reinhart E-Mail: info@demonstrationsbetriebe.de Internet: www.demonstrationsbetriebe.dewww.bio-live-erleben.de Twitter: @Biohoefe
Wer will Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sein?Bundesweite Markterkundung des BÖLN

Ab Januar 2020 wird das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau neu aufgebaut. Um herauszufinden, welche Biobetriebe sich bundesweit zukünftig als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau sehen, führt das BÖLN aktuell eine bundesweite Markterkundung durch.  Alle Biobetriebe in Deutschland sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. 

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau? Dann einfach die Anlagen A und B der Markterkundung ausfüllen und bis zum 31. August 2019 schriftlich, per Post, an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 333, Geschäftsstelle BÖLN, senden.

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