Kein Schwein verlässt den Hof

Ein geschlossenes System – von der Geburt bis zum Verkauf

Das Besondere am Stautenhof, der nach Bioland- und Naturland-Richtlinien wirtschaftet, ist der geschlossene Kreislauf der Fleisch- und Wurstproduktion, so das Betriebsleiterehepaar Christoph und Beate Leiders. Jährlich erblicken auf dem Hof etwa 1.000 Ferkel das Licht der Welt; „genug, um auf den Zukauf von Mastschweinen von außerhalb zu verzichten“, erklärt Christoph Leiders. Die auf dem Hof geborenen Schweine verbringen ihr ganzes Leben dort. Nach der Geburt werden sie sieben Wochen lang von ihren Müttern gesäugt und mit anderen ferkelführenden Sauen im sogenannten Gruppenstall gehalten: „So entsteht von Anfang an ein enger Sozialverband“, weiß Leiders. Ihre Jugend verbringen die Tiere als Mastschweine. Gehalten werden sie auf Stroh im geräumigen Stall, der ihnen jederzeit die Möglichkeit bietet, in den Auslauf und an die frische Luft zu gelangen. Und das Futter für die Mast? – wird natürlich auf dem eigenen Acker angebaut.

Selbst die Schlachtung und Verarbeitung der Tiere findet im hofeigenen Schlachthaus mit angegliederter Metzgerei statt. Zwar bedeutet dieses in sich geschlossene System – für das die Leiders 2014 den „Förderpreis Ökologischer Landbau“ erhielten – mehr Aufwand, allerdings einen, der sich lohnt: „So können wir unseren Kunden eine artgerechte Haltung garantieren und vermeiden unnötige Tiertransporte“, wissen die Biolandwirte. Ihr Einsatz schafft Transparenz über die Produktionskette und damit Vertrauen bei Geschäftspartnern und Kunden, denn „wir können von jedem Stück Fleisch sagen, wo es herkommt.“

Das Betriebsleiterehepaar sucht ganz bewusst den persönlichen Austausch mit seinen Kunden. Dabei fangen sie schon bei den Kleinsten an: In Veranstaltungen wie „(Grill)würstchen selber machen“ erklären sie Kindern ganz praktisch, wie die Herstellung von Lebensmitteln funktioniert. Im Dialog mit den Verbrauchern haben die Leiders auch ihre Vermarktungsstrategie weiterentwickelt. Was mit einer Fleischerei und einem kleinen Hofladen begann, ist heute ein Bio-Genuss-Paradies mit großem Naturkostsortiment, einer Metzgerei, einer Bäckerei und einer Käsetheke. Das Bistro mit seinen Frühstückssnacks, dem Mittagstisch und den Kuchenvariationen rundet das kulinarische Angebot des Stautenhofs ab.

 

Stautenhof
Christoph Leiders
Darderhöfe 1
47877 Willich-Anrath

Telefon: 02156 / 91 15 53
Fax: 02156 / 91 15 54
E-Mail: c.leiders@t-online.de
Internet: www.stautenhof.de
Betriebsportrait auf oekolandbau.de

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Wer will Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sein?Bundesweite Markterkundung des BÖLN

Ab Januar 2020 wird das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau neu aufgebaut. Um herauszufinden, welche Biobetriebe sich bundesweit zukünftig als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau sehen, führt das BÖLN aktuell eine bundesweite Markterkundung durch.  Alle Biobetriebe in Deutschland sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. 

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau? Dann einfach die Anlagen A und B der Markterkundung ausfüllen und bis zum 31. August 2019 schriftlich, per Post, an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 333, Geschäftsstelle BÖLN, senden.

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