Vogelschutz und friesischer Schafskäse

Ein Demonstrationsbetrieb erkannte im Naturschutz Chancen für alle

„Die Stimmung war so aufgeheizt, als würde man hier ein Atommülllager einrichten wollen“, erinnert sich Redlef Volquardsen von der Friesischen Schafskäserei an die Diskussionen um das Vogelschutzgebiet auf der Halbinsel Eiderstedt in Nordfriesland. Gemeinsam mit seiner Frau Monika, fünf weiteren Biobetrieben und dem Landesamt für Umwelt und Naturschutz erarbeiteten sie daraufhin ein Vertragsnaturschutzprogramm. Das Ergebnis: Ein Ampelsystem, das die Bewirtschaftung der Flächen zwar einschränkt, Bauern hierfür jedoch entschädigt und landwirtschaftliche mit naturschützenden Maßnahmen verquickt.

Statt Zäunen sorgen beispielsweise Wassergräben für Flächenbegrenzung, neuen Lebensraum und „Vogelfutter“. Trafen die Volquardsens zu Beginn auf viel Unverständnis, beteiligen sich nun rund 280 der 300 Betriebe auf der Halbinsel. Während die Wiesenbrüterzahlen immer weiter abnehmen, bleiben sie auf den Naturschutzflächen konstant – und ziehen sogar die Uferschnepfe an, die auf der Roten Liste steht.

Die Friesische Schafskäserei kümmert sich also in doppelter Hinsicht um die friesische Tradition: Sie hat dazu beigetragen, dass sich auch in Zukunft die gefiederten Stammgäste willkommen fühlen. Zum anderen gehört auch das Produkt Schafskäse zu Nordfriesland. Die Milch der 120-köpfigen Schafherde wird in der eigenen Hofkäserei verarbeitet. Der alte Gewölbekeller, die so genannte „Schatzkammer“ des Hofes, gibt den verschiedenen Käsesorten ihren einzigartigen Charakter. Wer sich hiervon selbst überzeugen möchte, den laden die Volquardsens zu einer „Entdeckungsreise mit allen Sinnen“ ein.

Friesische Schafskäserei
Monika und Redlef Volquardsen
Kirchdeich 8
25882 Tetenbüll

Telefon: 04862 / 3 48
info@friesische-schafskaeserei.de
www.friesische-schafskaeserei.de
Betriebsportrait auf oekolandbau.de

Wer will Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sein?Bundesweite Markterkundung des BÖLN

Ab Januar 2020 wird das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau neu aufgebaut. Um herauszufinden, welche Biobetriebe sich bundesweit zukünftig als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau sehen, führt das BÖLN aktuell eine bundesweite Markterkundung durch.  Alle Biobetriebe in Deutschland sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. 

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau? Dann einfach die Anlagen A und B der Markterkundung ausfüllen und bis zum 31. August 2019 schriftlich, per Post, an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 333, Geschäftsstelle BÖLN, senden.

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