Was macht den Hirsch zum Öko?

Professor Günter Spatz vom Kreilhof kennt den ökologischen Unterschied

DAS THEMA…

Ein frei geschossener Hirsch liefert hochwertiges, meist regional erhältliches Fleisch. Mag es mitunter an Öko-Standards heranreichen, kann es aufgrund fehlender Kontrolle in der Aufzucht aber nicht zertifiziert werden. Möglich ist dies in der Gehegehaltung, die aufgrund der Schonzeiten in der freien Jagd zudem das ganzjährige Angebot von frischem Wildfleisch aus Deutschland sicherstellt. Vor allem die ökologische Gehegehaltung ist damit eine artgerechtere Alternative zu Importen wie aus Neuseeland. Auf dem Kreilhof bedeutet das u. a. mehr Platz für die Tiere, ein fast geschlossener Futterkreislauf, natürliche Rückzugsmöglichkeiten und der Verzicht auf Herbizide bei der Weidepflege. Nur ein paar der Bestandteile, die die Philosophie von Betriebsleiter Professor Dr. Günter Spatz ausmachen und auf dem Kreilhof auch für Besucher erlebbar sind: „Gesunde Tiere in einer gesunden Landschaft sind die Voraussetzung für gesunde Lebensmittel.“

DER KOPF…

Professor Dr. Günter Spatz lebt für die Agrarwissenschaft, ist seit rund 40 Jahren Landwirt und passionierter Jäger. Sein Hobby sowie der Kontakt zu Wildtierzüchtern führten ihn zur ökologische Zucht von Rotwild. Für ihn stellt sie die optimale Nutzung seiner Wiesen- und Weideflächen dar, die er mit viel Herzblut in die Kulturlandschaft integriert hat. Spatz ist kein ökologischer Fundamentalist, weiß aber unterschiedliche Auffassungen zum Thema Wild besonnen, fachmännisch und mit einer Vorliebe für ökologische Verfahren einzuschätzen. Besucher nimmt er auch schon mal in der Lederhose mit auf eine Expedition ins Reich des Rotwilds.

DER HOF…

Der Familienbetrieb Kreilhof im “Pfaffenwinkel” bietet mit seinem Rotwild vor dem oberbayerischen Alpenvorland-Panorama atemberaubende Motive. Auf insgesamt 27 Hektar Gehegefläche leben drei Rotwildrudel, bestehend aus je einem Platzhirschen, ein bis zwei Jungtieren und bis zu 30 Muttertieren. Neben Frischfleisch wird Dauerware wie beispielsweise Schinken, Kaminwurz’n, Rohsalami und Pfefferbeißer angeboten. Angebaut werden aber auch Kulturheidelbeeren zum Selberpflücken. In der integrierten Staudengärtnerei wachsen Erdbeeren, Herbsthimbeeren und weitere Früchte. Außerdem leben hier noch 15 Bienenvölker und 35 Hühner.

Kreilhofer Rotwild
Günter Spatz und Susanne Behmenburg
Kreilhof 7
82386 Oberhausen
Telefon: 08803 / 32 62
Fax: 08803 / 6 00 13

E-Mail: info@kreilhof.de
Internet: www.kreilhof.de

Betriebsportrait auf oekolandbau.de
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Wer will Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sein?Bundesweite Markterkundung des BÖLN

Ab Januar 2020 wird das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau neu aufgebaut. Um herauszufinden, welche Biobetriebe sich bundesweit zukünftig als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau sehen, führt das BÖLN aktuell eine bundesweite Markterkundung durch.  Alle Biobetriebe in Deutschland sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. 

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau? Dann einfach die Anlagen A und B der Markterkundung ausfüllen und bis zum 31. August 2019 schriftlich, per Post, an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 333, Geschäftsstelle BÖLN, senden.

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