Der „Deal“ mit den Kühen

Auf Hof Gasswies dürfen die Kälbchen zum Trinken und Schmusen zu ihren Müttern

DAS THEMA …

Auf Hof Gasswies im baden-württembergischen Klettgau fressen die behornten Kühe vom Frühjahr bis in den Herbst auf der Weide frisches Gras und – das ist in der Milchviehhaltung etwas ganz Besonderes – die Kälber dürfen bei den Müttern sein. In einer auf dem Hof entwickelten Methode säugen die Mutterkühe ihre Kälber selbst und werden behutsam an eine Trennung gewöhnt. Die Kehrseite der Medaille: Die Molkerei hätte gerne mehr Milch und kontinuierlichere Lieferungen.

DIE KÖPFE …

Für die Rutschmanns ist der Ökolandbau vielmehr als „nicht zu düngen und zu spritzen“. Besonders bei der Tierhaltung haben sie eine ganz klare Leitlinie: „Es kann nicht sein, dass die Kuh sich dem Haltungssystem anpasst, es muss umgekehrt sein.“ Das sympathische Betriebsleiterehepaar führt den Betrieb als Duo: Alfred Rutschmann, auch „Fredi“ genannt, versteht sich als „Bauer und Macher“. Silvia Rutschmann hat als gelernte Garten- und Landschaftsarchitektin den Blick für die Raumgestaltung und steht Besuchergruppen Rede und Antwort.

DER HOF …

Am Rande des Südschwarzwalds setzt der Hof Gasswies auf betriebliche Vielfalt statt auf Monokulturen. Die Milchkühe sind das Herzstück des Demonstrationsbetriebs. Zusammen mit den Mastrindern und dem Jungvieh grasen sie den ganzen Sommer auf nahe gelegenen Wiesen und Weiden. An den sonnigen Südhängen reifen Kirschen, Birnen, Äpfel, Zwetschgen und Mirabellen. Auf den Äckern werden Brotgetreide, Zuckerrüben, Eiweißpflanzen und regional angepasstes Saatgut gezüchtet und vermehrt. Für ihr Betriebskonzept wurden die Rutschmanns mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet.

Hof Gasswies
Alfred und Silvia Rutschmann
Wutöschinger Straße
479771 Klettgau
Telefon: 07742 / 919238
E-Mail: info@hof-gasswies.de
www.hof-gasswies.de
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