Fasten mal anders

In rund sieben Wochen ist Ostern und davor heißt es für viele: 40 Tage Fasten. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und reichen vom klassischen Verzicht auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten oder andere kulinarische Genussgüter bis zum weniger greifbaren Fasten auf beispielsweise Ausreden oder Notlügen.

Der Demonstrationsbetrieb Kampfelder Hof in Niedersachsen hat sich dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht und lädt alle Neugierigen ein, beim Plastikfasten mitzumachen.

Die Auftaktveranstaltung am Montag, dem 4. März beginnt um 18:30 Uhr mit einem Film und geht in einen gemeinsamen Austausch über. Hier wird unter anderem die Frage diskutiert, inwieweit der Verzicht auf Plastik im Lebensmittelbereich überhaupt möglich ist. Leitungswasser oder Getränke aus Glasflaschen zu konsumieren, ist wahrscheinlich noch eine der leichtesten Möglichkeiten, Plastikmüll zu vermeiden. Kostenlose Plastiktüten für den Einkauf weichen auch immer mehr, aber Lebensmittel sind oftmals noch so verpackt, dass eine Menge Plastikmüll anfällt, welche leicht reduziert oder gar abgeschafft werden könnte.

Welche Verpackungen sind notwendig und welche überflüssig? Können sogenannte Unverpackt-Läden sich als gesellschaftsfähige Alternative etablieren? Und welche Möglichkeiten gibt es noch, um Plastik zu vermeiden? Der bewusste Verzicht kann für die Menge an Plastik sensibilisieren, die wir täglich verbrauchen, Impulse und Denkanstöße geben und vielleicht sogar zu langfristigem Umdenken und Handeln inspirieren.

Der Kampfelder Hof freut sich über viele neugierige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich informieren, austauschen und dieser Herausforderung stellen möchten.

Wer die Herausforderung ganz genau nimmt, verzichtet sogar auf Mikroplastik in Kosmetika. Hierzu hat der BUND neben vielen weiteren Informationen, Anregungen und Tipps zur Reduktion von Plastikmüll eine Liste herausgegeben.

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