Das kleinste Nutztier der Welt |

Die Honigbiene ist das kleinste Nutztier der Welt – und doch leistet sie Herausragendes. Zusammen mit rund 560 verschiedenen heimischen Wildbienenarten bestäubt sie 85 % der Wild- und Kulturpflanzen. Ohne sie müssten wir einen Großteil an Obst und Gemüse vom Speiseplan streichen. Denn auf Futtersuche fliegen die Bestäuberinsekten von Blüte zu Blüte, wobei jedes Mal etwas Blütenstaub an ihnen haften bleibt. Beim Besuch der nächsten Pflanze geben sie den Blütenstaub weiter. So kommen männliches Pollenkorn und weibliche Eizelle zusammen. Erst dann reifen nach der Blüte Früchte heran.

Die Vielfalt der Bestäuber ist wichtig. Manche Bestäuberarten sind auf Pflanzenarten spezialisiert. Das hat den Vorteil, dass der Pollen innerhalb der gleichen Pflanzenart bleibt. Andere Bestäuberarten, wie die Honigbienen oder die Hummeln, bilden Völker und sind damit durch ihre große Anzahl an Individuen wichtig für die Bestäubung. Doch ihre Lebensräume und Nahrungsquellen gehen zunehmend verloren. Es gibt Hinweise, dass in den letzten 30 Jahren die Biomasse an Fluginsekten um bis zu 75 % zurückgegangen ist. Deshalb: „Jede Blüte zählt!“, um die fleißigen Blütenstaub-Boten zu unterstützen.

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