Das Gut Wulfsdorf legt auf 48.000 m² Blühflächen für mehr Artenvielfalt an.

Biene, Hummel und Co. geht es schlecht – das hört und liest man in den letzten Monaten vielerorts. Viele Bürgerinnen und Bürger möchten sich engagieren und etwas tun. Landwirt Georg Lutz, Betriebsleiter des Gut Wulfsdorf, ist einer von ihnen. Gemeinsam mit dem „Netzwerk Blühende Landschaft“ und mit der Unterstützung seiner Kunden und Nachbarn legt er deshalb in diesem Jahr auf 48.000 m² Blühflächen an.

Georg Lutz ist sich sicher, der ökologischer Anbau hat im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft viele positive Effekte auf die Artenvielfalt. Und weiter:

“Der Verzicht auf Herbizide führt dazu, dass neben den Nutzpflanzen auch Wildarten wachsen, die wertvolle Futterpflanzen für Insekten und wildlebende Säugetiere sind. Ebenso werden Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge und auch viele andere wichtige Insektenarten in der Nahrungskette nicht durch Insektizide dezimiert. Auch das  Wirtschaften ohne chemisch-synthetische Düngemittel hat einen fördernden Einfluss auf Flora und Fauna.

Vor 30 Jahren haben wir die Bewirtschaftung des Gutes Wulfsdorf übernommen und gleich auf die biodynamische Wirtschaftsweise umgestellt. In der Artenvielfalt hat sich hier seitdem einiges getan, dennoch hatte ich größere Effekte erwartet.

Daher kooperieren wir schon seit mehreren Jahren mit dem Projekt BIENENBLÜTENREICH. Von diesem bekommen wir Informationen, Saatgut für mehrere tausend Quadratmeter und Schilder.  Diesen Kontakt empfehlen wir allen, die aktiv werden möchten (www.bluehende-landschaft.de)

Um die Dimension unseres Einsatzes zu vergrößern haben wir uns 2019 zusätzlich an Nachbarn und Kunden gewandt und um Unterstützung gebeten. Denn es fallen Kosten sowohl für Saatgut als auch für Arbeit an und der Ernteausfall, sowie der Wegfall der Bioprämie sind zu kompensieren.

Wir waren sehr erfreut über  die Resonanz auf unseren Aufruf. Es kamen tatsächlich 9.500 Euro zusammen, so dass wir rund 5 ha Blühflächen anlegen konnten. Zusätzlich haben wir beim Mähen des Grünlands und Ackerfutters ca. 4 ha Aufwuchs als breite Streifen stehen lassen. Diese dienen als Rückzugsraum für Insekten und Vögel. Weitere Maßnahmen sind geplant.”

Am Samstag, 13.07.19, von 10 bis 12 Uhr lädt das Gut Wulfsdorf alle Interessierten herzlich zum gemeinsamen Erleben des Blütenreichtums und der Insektenvielfalt ein. Der Treffpunkt ist am Steinkreis auf dem Gut Wulfsdorf, Bornkampsweg 39, 22926 Ahrensburg, Kontakt: 04102-51109.

Wer will Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sein?Bundesweite Markterkundung des BÖLN

Ab Januar 2020 wird das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau neu aufgebaut. Um herauszufinden, welche Biobetriebe sich bundesweit zukünftig als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau sehen, führt das BÖLN aktuell eine bundesweite Markterkundung durch.  Alle Biobetriebe in Deutschland sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. 

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau? Dann einfach die Anlagen A und B der Markterkundung ausfüllen und bis zum 9. August 2019 schriftlich, per Post, an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 333, Geschäftsstelle BÖLN, senden.

Jetzt an der Markterkundung teilnehmen!
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