Wo Insekten leben |

Nistplätze sind neben dem ausreichenden Futterangebot besonders wichtig für den Bienenschutz. Hohlräume in Bäumen bieten Honigbienen in der freien Natur ein Zuhause. Aus Wachs bauen sie hier Waben mit sechseckigen Zellen, in denen sie Nachwuchs großziehen und Wintervorräte lagern. Doch bereits seit dem 19. Jahrhundert gibt es Bienenkästen, um den Imkerinnen und Imkern die Honigernte zu erleichtern. In den Kästen hängen herausnehmbare Rahmen, in die die Bienen ihre Waben einpassen. Im Ökolandbau müssen die Bienenkästen außerdem aus natürlichen Materialien bestehen.

Wildbienen hingegen leben meistens solitär, also nicht im Volk. Und ihr Nistverhalten ist anders: Etwa 70 % der Wildbienen nisten im Boden. Einige Arten sind bei der Wahl ihrer Nistplätze besonders kreativ – sie bevorzugen Schneckenhäuser oder Nester aus Lehm und Harz. Deshalb freuen sich Wildbienen über Nisthilfen aus Schilf- und Bambusstängeln oder Lochsteine. Hummeln sind hingegen Höhlenbewohner, die ähnlich wie Honigbienen im Volk leben.

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