Demonstrationsbetrieb in der Eifel eröffnet Dorfladen

„Es ist noch viel schöner geworden, als ich es mir vorgestellt habe“, schwärmt Anna-Maria Kneißl. Die 29-Jährige hat den Hofladen ihrer Eltern Stefan und Ute Frangen zu einem Dorfladen umgebaut und bietet nun auf rund 100 m² Verkaufsfläche ein Biovollsortiment an.

Sieben Monate haben die Umbauarbeiten gedauert – jetzt ist es endlich soweit und der Bioladen auf dem Ulmenhof in Samersbach hat geöffnet. Aus dem früheren Kuhstall ist ein großzügiger Verkaufsraum geworden, der fünfmal so groß ist wie der alte Hofladen. Angestoßen hatte diese Entwicklung die Schließung des Bioladens im Nachbarort Daun im vergangenen Jahr. Denn schließlich möchten die Samersbacher auch weiterhin Produkte in Bioqualität kaufen.

Wichtig ist Anna-Maria Kneißl, dass sie weiß, „wo unsere Produkte herkommen, denn wir wollen unseren Kunden die höchste Qualität anbieten.“ So können der hofeigene Käse, Eier aus dem Mobilstall von den mehr als 900 Hühnern sowie saisonale Fleisch- und Wurstwaren erworben werden. Regionale Betriebe aus dem Umkreis steuern Obst und Gemüse, Honig und Brot, Wein und Naturkostwaren bei. Die Backwaren kommen zum Beispiel von der Bäckerei Utters aus Dockweiler, Weine, Säfte und Brände von der Mosel, Getreide und Kartoffeln werden vom Demeterhof Thomé aus Weiersbach geliefert. Rund 1.000 Produkte – davon ein Drittel von regionalen Produzenten – sind im neuen Dorfladen verfügbar. Da der Bioladen ein Vollsortiment anbietet, können aber nicht alle Produkte direkt aus der Region bezogen werden. Dafür sollen möglichst viele Waren unverpackt angeboten werden. Verpacktes soll bevorzugt in Papier- und Mehrwegglasverpackungen vorzufinden sein.

So zeigt der Bioland Ulmenhof als Mitglied im Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau einmal mehr, wie moderner Ökolandbau funktioniert.

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