„Bäuerliche Landwirtschaft ist Kunst!“ 

Vom 10. Juni bis 17. September findet die bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, die documenta, wieder einmal statt. Alle fünf Jahre präsentiert sich die documenta 100 Tage lang in Kassel. Das Titelthema der diesjährigen Ausstellung „von Athen lernen“  verweist auf die Grenzen Europas, greift damit die Thematik globaler Norden – globaler Süden auf und rückt nicht zuletzt die Migrationsbewegungen der letzten Jahre ins Zentrum.

Diesen Sommer steht außerdem die bäuerliche Landwirtschaft in Kassel thematisch im Fokus. in diesem Zusammenhang entwickelte Lena Jacobi, vom gleichnamigen Demonstrationsbetrieb Biohof Jacobi aus Körbecke, gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen die Idee des krisenKONTERKIOSKS, der Teil des Projektes foodoctopia ist. 

foodoctopia 

Mithilfe des Projektes soll 100 Tage lang eine Informations- und Diskussions-Plattform geschaffen werden. Dies ermöglicht Bäuerinnen und Bauern, Initiativen, Aktivistinnen und Aktivisten, Künstlerinnen und Künstlern, ihre Geschichten, Anliegen oder Visionen von einem gerechten Ernährungssystem in die Öffentlichkeit zu tragen. Fragen einer gerechten und nachhaltigen Ernährung und Lebensmittelproduktion werden in Form von Ausstellungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Workshops kritisch diskutiert und betrachtet.

krisenKONTERKIOSK

Der Ort des Geschehens ist ein wachsender Gemeinschaftsgarten mit Selbsternte-Teegarten und dem krisenKONTERKIOSK, der ausschließlich ökologisch und regional erzeugte Produkte anbietet. Der Kiosk präsentiert die Initiativen aus der Region und macht deutlich, dass Menschen sich mit bäuerlicher Landwirtschaft durch kleinstrukturierte Wirtschaftskreisläufe unabhängig machen können von Krise sowie Weltmarkt und sich auch in Zeiten von schlechten Erzeugerpreisen nicht nur Existenzen, sondern auch Ernährungssouveränität schaffen lassen.

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