Bloggerinnen und Blogger auf „Expedition Biogemüse“

Erfrischende Vitaminbomben und leichte Salate gehören zum Sommer einfach dazu. Aber wo genau kommen die Produkte für diese Gerichte her? Welchen Weg legen sie zurück, bevor sie auf unseren Tellern landen? Und wann hat welches Gemüse Saison? Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Biosommergemüse gingen am 23. und 24. Juni zwölf Bloggerinnen und Blogger aus ganz Deutschland auf den Grund. Live und vor Ort auf dem Demonstrationsbetrieb Gut Rothenhausen nahe Lübeck erfuhren sie Infos über den Ökolandbau aus erster Hand und durften zwei Tage am Hofleben teilhaben.

Los ging es mit einem Rundgang über den demeter-Hof, bei dem Gastgeber Philipp Hennig das besondere Betriebskonzept erklärte: „Auf Gut Rothenhausen gibt es keine klassischen Betriebsleiter, hier betreiben fünf Familien in drei Generationen den Hof und tragen gemeinsam die Verantwortung.“

Der zweite Grundsatz ist das biologisch-dynamische Kreislaufprinzip. Das bedeutet: mit dem Rhythmus der Natur zu arbeiten, um so möglichst viele Nährstoffe auf dem Betrieb zu halten. Ein konkretes Beispiel auf dem Gut: die eigene Verarbeitung der Ausgangsprodukte wie Milch und Getreide zu Quark, Käse, Brot und Kuchen. Die hierbei entstehenden Nebenprodukte, wie Molke, werden als Dünger für das Gemüse verwendet.

#BIOSpitzenkoch #Tinoschmidt verrät uns seine Veggie-Grill-Tipps auf #Gutrothenhausen #biosommergemüse @tino_schmidt_bio_spitzenkoch

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Das abendliche Grillen stand unter dem Motto „Biosommergemüse – natürlich raffiniert“. Unter Anleitung von BIOSpitzenkoch Tino Schmidt wurde gemeinsam geschält, geschnitten und verfeinert. Selbst für die Nicht-Vegetarier waren die fleischlosen Köstlichkeiten eine echte Alternative. Der absolute Renner: der morgens von Käserin Karo frisch hergestellte Grillkäse. „Der Beste seit Langem“, kommentiert ihn Blogger Hendrik Haase alias @wurstsack in einem Instagram-Post.

In Gummistiefeln und Regenjacke ging es am zweiten Tag gleich nach dem Frühstück mit dem Traktor aufs Feld, wo Gärtnerin Jenni Ponsens den Weg des Gemüses – von der Aussaat bis zum Verkauf – nachvollziehbar machte. Besonderen Wert legt die Gemüse-Expertin beim Anbau auf die Bodengesundheit. Die Konsequenz: Nur alle neun Jahre wird das gleiche Gemüse an der gleichen Stelle angebaut. „Denn sonst wird der Boden ausgelaugt und Schädlinge reichern sich an“, erklärt Jenni. Ein weiteres Thema ist der Pflanzenschutz. Ihre größten Feinde sind Unkräuter und Schädlinge. Aber auch hierfür hat die Bio-Gärtnerin ein Konzept. Durch die Vorzucht der Pflanzen im Gewächshaus sind sie konkurrenzstärker und haben dem Unkraut auf dem Feld gegenüber einen Vorsprung. Schädlingen hingegen begegnet sie mit präventiven Maßnahmen. Sie pflanzt Hecken und Blühstreifen zur Ansiedelung von Nützlingen, die das Ungeziefer fressen.

Um sich von Jennis Erfolg selbst zu überzeugen, durften die Bloggerinnen und Blogger zum Abschluss noch einmal kräftig mitanpacken: Alle wühlten mit Begeisterung in der Erde, um Radieschen, Kohlrabi, Mangold und Salat zu ernten. Und so bleibt am Ende des Workshops der Eindruck, dass „bio live zu erleben“ glücklich macht; oder um es mit Bloggerin Aileens Worten auszudrücken: „Bitte mehr davon!“

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